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"Bei uns sind alle anders" TSV Achim setzt auf Integration: Erste Behinderten-Fußballgruppe bildet sich heraus Morten ist zwölf Jahre alt, mit einer Behinderung auf die Welt gekommen - und liebt, wie die meisten Jungen in seinem Alter, Fußball. "Klar, dass ich ihn da unterstützt habe", erzählt Vater Peter Kathmann. "Wir haben auch versucht, ihn in einer Mannschaft unterzubringen. Aber wenn jemand anders ist, wird er schnell ausgegrenzt." Auch anderen Vätern von Jungs mit Behinderungen geht es ähnlich. Auch Zeljko Milosavljevic hoffte, für seinen Sohn eine Mannschaft zu finden, in der er sich wohl fühlt. So trainierte Kathmann die Kinder selbst: Erst waren es nur zwei Jungen, dann drei. "So langsam sprach es sich herum", so Kathmann. Lebenshilfe und Stiftung Waldheim wurden auf das Projekt aufmerksam. "Wir haben sofort gedacht, dass wir diese Mannschaft unterstützen wollen", so Oliver Geweke von den "offenen Hilfen" der Lebenshilfe. "Wir haben also Werbung gemacht." Der TSV Achim, insbesondere Kai Tietjen und Heiko Strüver, 1. und 2. Vorsitzender der Abteilung Fußball, sowie natürlich auch Jugendobmann Jürgen Pröttel, zögerten nicht und luden die jungen Fußballer in ihren Verein ein. "Wir wollen sie hundertprozentig integrieren", so Tietjen. Die mittlerweile zwölf Kinder sollen nicht einfach nur den Platz zur Verfügung gestellt bekommen, "sondern auch bei all unseren Aktivitäten voll mit eingebunden werden." Weil auch für Bürgermeister Uwe Kellner Sport die schönste Nebensache der Welt ist, spendierte er der Mannschaft einen hochwertigen Fußball - und übernahm die Schirmherrschaft für das Projekt. Die Väter sind zufrieden: "Hier wird niemand mehr ausgegrenzt. Denn in dieser Mannschaft sind alle anders", so Kathmann. Aber: "Ein paar mehr Spieler dürfen es ruhig noch sein. Wer Interesse hat, kann sich einfach mal melden." Am besten unter seiner Telefonnummer: 04202/5232891. Die Jungen (oder Mädchen) sollten im Alter von acht bis fünfzehn Jahren sein. Die Schwere der Behinderung spielt keine Rolle. "Die Eltern sollen nicht denken, ihr Kind sei nicht in der Lage, hier mitzumachen", betont Oliver Geweke. "Wir von der Lebenshilfe bieten Hilfestellung, können auch einzelene Kinder auf dem Sportplatz betreuen. Einfach mal nachfragen, wir finden bestimmt eine Lösung."
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